Mauerwerksinjektion (Flächeninjektion)

Die vertikale Mauerwerksinjektion (auch Flächeninjektion) ist eine standardisierte Methode für die nachträgliche Abdichtung von gemauerten oder anderen monolitschen Bauteilen, bei der ein Aufgraben nicht realisierbar ist. Von der Innenseite des Bauteils werden waagerechte Bohrungen in das Bauteil eingebracht. Im Wand-/Sohlenanschluss und in den Wandecken werden die Bohrungen im Winkel eingebracht. Die Bohrtiefen sind dabei der Mauerstärke angepasst und betragen ca. 2/3 der Wandstärke. Die Bohrlöcher werden in einem Raster horizontal und vertikal mit jeder zweiten Reihe versetzt gebohrt. Der Abstand der Bohrlöcher richtet sich nach dem jeweiligen Mauerwerkstyp. Der Durchmesser hängt von den gewählten Packern ab.

Die Bohrungen werden mit KÖSTER Superpackern bestückt. Es ist in den meisten Fällen notwendig, eine Verdämmung z. B. mit KÖSTER Verdämmmörtel aufzuziehen, um Materialverluste zu verhindern. Bei Sichtmauerwerk, kann anstatt einer vollständigen Verdämmung auch eine Nachverfugung mit KÖSTER Reparaturmörtel NC durchgeführt werden, ohne die Optik des Mauerwerkes wesentlich zu verändern.

Die Injektion mit KÖSTER Injektionsgel G4 erfolgt in mehreren Stufen bis zum Druckaufbau. Die Bohrlöcher werden im Anschluss an die Verarbeitung mit KÖSTER KB-Fix 5 verschlossen. Für eine dekorative und funktionelle Oberflächengestaltung kann der KÖSTER Verdämmmörtel mit KÖSTER Sanierputzen überarbeitet werden.

Es gelten jeweils die Angaben in den technischen Merkblättern.

 

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